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GAktuell „Mission possible“ – Die Erosion des Selbstbestimmungsrecht des Demenzpatienten?

Wie nicht anders zu erwarten, wird mit Blick auf das Selbstbestimmungsrecht des Demenzpatienten der mehr oder minder einstweilen noch zaghafte Versuch unternommen, ein neues „Bild“ vom Menschen zu skizzieren, der für sich selbst in „gesunden Tagen“ eine besondere Verantwortung für sein „Sein im Diesseits“ zu tragen verpflichtet ist. Die Konsequenzen sind denn auch gravierend: Der mündige Bürger soll im Zweifel von der Festlegung patientenautonomer Verfügungen Abstand nehmen, nicht nur, weil er angeblich ein „egozentrischer Individualist“ sei, sondern weil er zugleich auf die „andere Person“ in ihm, die sich scheinbar mit fortschreitender Demenzerkrankung konstituiere, Rücksicht zu nehmen habe.

Was soll – mit Verlaub – hieraus folgen?

Eine Frage, die dringend einer Antwort harrt! Hierzu möchten wir vom IQB eine zunächst eine neue Umfrage starten:

Was meinen Sie,
dürfen wir in „gesunden Tagen“ für den Fall „unserer späteren Demenzerkrankung“ verbindliche Verfügungen treffen?

Wir hoffen auf eine rege Beteiligung. Nachfolgend können Sie Ihr >>> Votum online <<< abgeben.


Die Umfrage ist zwischenzeitlich beendet. >>> Hier können Sie das Ergebnis nachschauen <<<

Umfrage!

Würden Sie es begrüßen, wenn im Rahmen der Debatte der Sterbehilfe bundesweit ein Referendum durchgeführt werden würde?


Hintergrund:

Zum Auftakt der Frühjahrsvollversammlung der katholischen Bischöfe bekräftigte Kardinal Andre Vingt-Trois die kirchliche Ablehnung aktiver Sterbehilfe. Er beklagte, das persönliche Drama Einzelner werde für eine Kampagne instrumentalisiert, um die Öffentlichkeit für Gesetzesänderungen zu gewinnen. Tatsächlich gehe es aber um die Erlaubnis zu töten (Quelle: Deutsches Ärzteblatt v. 02.04.08)

Eine weitere unheilbar kranke Patientin aus Frankreich hat eine Aufhebung des Verbots der aktiven Sterbehilfe verlangt und rief den franz. Staatspräsidenten auf, ein Referendum über Sterbehilfe zu organisieren.

Das öffentliche Wehklagen des Kardinals scheint plausibel zu sein, wird doch im Zweifel durch ein Referendum die katholische Kirche mit der Realität auf Erden konfrontiert, wo nicht wenige Patienten um ihre selbstbestimmte Entscheidung nach einem humanen Tod ringen. Der Wertkonservativismus der katholischen Kirche verliert in dem Maße seine inquisitorische Wirkung, wie der mündige Patient ein Mehr an Selbstbestimmungsfreiheit zugebilligt bekommt. Der Zwang zum Leben wird nicht durch die „Heiligkeit des Lebens“ legitimiert und es bleibt zu wünschen übrig, dass ein Referendum jedenfalls in Frankreich hierüber Klarheit schaffen wird. In unserem demokratischen Lande scheint ein Referendum kaum möglich, leugnen doch wertkonservative Verfassungsjuristen und Politiker die Möglichkeit eines Plebiszits. Dies ist zwar in Anlehnung an den grammatikalischen Wortlaut der Staatsfundamentalnorm des Art. 20 III GG schwer nachvollziehbar, aber wohl immer noch „herrschende Meinung“.

Hierzu haben wir vom IQB eine Online – Umfrage auf unserem Internetportal freigeschaltet und wir fänden es toll, wenn Sie hierzu Ihre Stimme abgegeben würden.

>>> zur Online-Umfrage <<< (html)

 


Aktuell

Offener Brief an die bundesdeutsche Ärzteschaft!

       Quelle: IQB - Internetportal >>> mehr dazu <<<

Wir würden uns freuen, wenn Sie zur Verbreitung dieser Meldung auch auf Ihren Internetseiten beitragen können. Wir haben Ihnen hier die Möglichkeit geschaffen, den Appell im Pdf. Format downzuloaden. >>> Download <<< (pdf.)


Die Umfrage zur künstlichen Lebenserhaltung

Sollen auch Krankenschwestern und Pfleger über die künstliche Lebenserhaltung entscheiden?

ist mittlerweile beendet. Das Ergebnis finden Sie auf den Seiten des IQB - Internetportal unter dem folgenden Link:

>>> Zum Ergebnis der Umfrage <<< (html)


In Kürze gefasst...

 

>>> openPR <<<

Speziell zu Informationen rund um >>> Gesundheit &. Medizin <<< bei openPR

 

2008 (Stand: 08.10.08)

>>> Zum Pressearchiv von IQB <<<
 
>>> Zum Pressearchiv von Gerontopsychiatrierecht <<<
 

 

 

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Stand: 22-Jan-10